Der Spielplatz am Brennerberg ist von der Stadtverwaltung ersatzlos demontiert worden. Die Spielgeräte seien nicht mehr sicher gewesen, heißt es. Das klingt nachvollziehbar, darf aber nicht darüber hinweigtäuschen, dass der marode Zustand des Spielplatzes kein überraschend aufgetreter Zustand war, sondern die Folge langjährigen Kaputtsparens. Insgesamt ist die Situation der Spielplätze unseres Stadtteils nichts, auf das man stolz sein könnte. Die XXStudieXXX hat dies detailiert dargestellt: An jeder Ecke herrscht akuter Bedarf an Instandsetzung und Ausbau.
Berlin hat seit XXX eine offizielle Spielplatzlanung, die vorgibt, welche Anforderungen die Stadtteile in Hinblick auf Spielflächen für Kinder und Jugendliche zu erfüllen haben. Dabei handelt es sich NICHT um fromme Wünsche, die von den Verwaltungen erfüllt werden sollten, wenn es gerade möglich ist, sondern um eindeutige Verpflichtungen, denen nachgekommen werden MUSS.
Raum zum Spielen, das klingt für Viele vielleicht nach Luxus, aber das ist es nicht. Es ist vielmehr die Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung. Die Heranwachsenden lernen im Kontakt mit Gleichaltrigen soziales Verhalten, entwickeln Selbstvertrauen im Ausleben eigener Spielideen, finden Freude an Bewegung, die späteren Erkrankungen vorbeugen kann.
An den Spielräumen der Jugend zu sparen bedeutet zwangsläufig, an der körperlichen und geistigen Entwicklung der nachfolgenden Generation zu sparen. Ganz unabhängig davon, dass uns die Selbstverpflichtung der Spielplatzplanung dies verbietet, sollte jedem klar sein, dass so etwas in absehbarer Zukunft auf einen zurückschlägt.
20.09.2026
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